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Rohstoff
Hauptrohstoffquellen befinden sich bei Wasserburg am Inn, bei Dorfen an der Isen, in der Straubinger Gegend sowie bei Kehlheim. Im Einzelfall kann auch eine Rohstoffquelle aus der Gegend des jeweiligen Bauvorhabens verwendet werden. Tonaufbereitung
In der von uns verwendeten Form der Tonaufbereitung bleiben alle erdgeschichtlichen Spuren erhalten. Diese Spuren findet man in jedem einzelnen Ziegel wieder. Eine Tonlagerstätte kann sein mineralogisches Gefüge von Spatenstich zu Spatenstich ändern. Zusammen mit einer uneinheitlichen Ofenatmosphäre führt dies zu reizvollen Unterschieden in Maserung und Farbe. Eine präzise Bemusterung, wie bei herkömmlichen Industrieprodukten, ist nicht möglich.
Formgebung
Bei der Formgebung wird der damals übliche Handschlag mit Holzformen und mit Hilfe einer hydraulischen Presse simuliert. Eine von uns entwickelte Portionierung ohne Einsatz der sonst üblichen Strangpresse lässt das mineralogische Gefüge unversehrt. Bei heutigen industriellen Verfahrenstechniken wird das Material verhältnismäßig trocken mit hohem Druck verarbeitet, was zu einer hohen Rohdichte führt. Attenberger Bodenziegel sind dagegen, obwohl sie die notwendige Härte besitzen, weniger schwer und wirken kaum wie Stein, eher wie Holz.
Brennen
In unserem Herdwagenofen wird die vielschichtige Ofenatmosphäre alter Meileröfen nachgeahmt. Hierbei können Farbabstufungen von Cremefarben bis Altrosa und Ziegelrot gezielt beeinflusst werden.
Oberfläche
Wie beim antiken Bodenziegel üblich wird bei unserem Verfahren die oberste Schicht des Ziegels mit Hand abgeschliffen. Dabei wird die mineralogische Textur besser sichtbar - es entsteht eine akkurate und zugleich sinnliche Oberfläche. Kleine Löcher, Risse oder Abplatzungen führen nicht zum Ausschuß sondern zeugen langlebig von einem Herstellungsverfahren, das den Charakter des Rohstoffs bewahrt.
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